Aikido

Aikido

Aikido ist wohl die tiefgründigste Kampfkunst Japan's.
Die gemeine Vorstellung einer Kampfkunst besteht darin, sich erfolgreich gegen einen Gegner zur Wehr zu setzen, zu besiegen oder gar zu töten.
Der Begründer des Aikido, O'Sensei (jap. Großer Lehrer) Morihei Ueshiba, veränderte jedoch ein altes Kampfkunstsystem indem er eben diesen Tötungsaspekt herausnahm und das Üben in den Vordergrund stellte. Somit wurde aus einer reinen Kampfkunst-Technik, ein Kampfkunst-WEG der darauf abzielt an sich selbst zu wachsen und sich zu erkennen.

 

Aikido lehrt nicht den Kampf gegen den Gegner, es bezieht die Aggression des Gegners ein ohne sich darauf einzulassen, harmonisiert sich mit dessen Kraft um ihn auf friedliche aber bestimmende Weise zu demonstrieren das sein Angriff sinnlos ist.

Die Kraft die durch einen Angriff entsteht, wird aufgenommen und der Gegner damit in eine Leere geführt die Ihn aus dem Gleichgewicht bringt. Dies ermöglicht es dem Aikido Übenden als neues stabiles Zentrum der Aktion zu agieren und die Situation zu kontrollieren.
Durch beständiges üben der Techniken dringen diese in das Körperbewusstsein ein und können dann zu einem Automatismus werden um entsprechend einem Angriff zu reagieren oder diesen gar vorwegzunehmen. Der ethische Aspekt des Aikido durchdringt dabei den Übenden nicht nur auf der Trainings-Matte, sondern auch in allen Bereichen des täglichen Leben.

Darius Blach und Annette Blach, Görlitz 09 Januar 2017.